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AIDA-Sektorenüberwindung in der Arbeit mit Substituierten

AIDA - Assistierte Integration substituierter Drogenabhängiger in den Arbeitsmarkt 

Das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz (Jobcenter MYK) verzeichnet in seinem Bezug eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die in einem Substitutionsprogramm sind. Vor allem in den Standorten an der sogenannten Rheinschiene (Koblenz, Weißenthurm, Andernach und Bendorf) tritt das Problem auf, dass die Probanden einen substituierenden Arzt im Ballungsgebiet Bonn (NRW) aufsuchen. In den Beratungsgesprächen mit den betroffenen Personen werden die Gründe für diese Arztwahl deutlich: 

 

 

• Unterversorgung mit substituierenden Ärzten im Großraum Koblenz 

 

• eine subjektiv empfundene "niedrige Zugangsschwelle" 

 

 

Diese Gründe werden vom Zentrum für ambulante Suchtkrankenhilfe (ZAS) in Andernach bestätigt. Die zuständigen Fallmanager des Jobcenters MYK berichten, dass die Menschen, die in Substitutionsprogrammen sind, nicht mit arbeitsintegrativen Maßnahmen erreicht werden können, da diese in der Regel "unterwegs" sind, um sich substituieren zu lassen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein positiver Verlauf der Substitution von drei Faktoren abhängig ist: 

• hervorragender ärztlicher Betreuung 

• bedarfsorientierter psychosozialer Begleitung 

• passgenauer arbeitsintegrativer Förderung/Begleitung 

 

Die nachhaltige Vermittlung von Menschen im SGB II Bezug in Ausbildung und Arbeit kann jedoch nur gelingen, wenn die betroffenen Menschen bedarfsgerecht versorgt werden, der Grundsicherungsträger seine Hilfen kaskadenartig ausbaut und in den Prozess die sozialen Hilfsträger einbezieht. Dieser Anspruch wurde hier realisiert.

MYKnetz analysierte die Voraussetzungen und vernetze das Jobcenter MYK mit den entscheidenden Partnern.

 

Für das Gesundheitswesen: Dr. Courtial 

 

Für die Psychosoziale Beratung: Zentrum für ambulante Suchtkrankenhilfe des Caritasverbandes Koblenz e.V.

 

Das Jobcenter MYK mit seinen arbeitsmarktintegrativen Maßnahmen und Projekten.

 

Für die wissenschaftliche Begleitung: Das Faire Projekt der FH Koblenz. MYKnetz empfiehlt bei allen Fragen rund um Arbeit und Drogen das Projekt Faire mit einzubeziehen. "Hier sitzen die richtigen Fachleute", so der Projektleiter Kretschmer.

 

 

Diese Partner gewährleisten gemeinsam mit dem Klienten ein dynamisches Vorgehen in der Zukunftsgestaltung der betroffenen Person.

Der definierte Austausch und Hilfeplan lässt es zu substitutionsangepasste Arbeitsangebote zu schaffen.

Die Belastung der Person sowie die Substitutionsabgabe wird genauso berücksichtigt wie die Möglichkeiten des Sektorenpartners.

 

 

MYKnetz arbeitet zur Zeit mit den Partnern und dem Landesdrogenbeauftragten an einem Substitutionsintensivbetreuer, der in der Lage sein wird die einzelnen Klienten ambulant zu betreuen. Darüber hinaus soll diese Stelle den zukünftigen Arbeitgeber aufklären und mit begleiten. 

 

 

 


Substitutionsnetzwerk


Landesdrogenbeauftragte/r

Projekt Faire der FH Koblenz

Dr. Courtial

Zentrum für ambulante Suchtkrankenhilfe


ESF-Fond