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Übergreifendes Handeln : Gesundheitssektor/Jobcenter MYK

Gemeinsame Ideen für ein Ziel

MYKnetz arbeitete zusammen mit dem Fallmanagement des Jobcenters MYK heraus, dass sich eine erhebliche Anzahl von Menschen durch einen hohen Grad an beruflicher Erwerbsmotivation auszeichnen, jedoch psychisch sehr belastet sind.

Durch die psychische Belastung des Einzelnen werden die Bemühungen des Fallmanagements erschwert. Eine nachhaltige Vermittlung ist in diesen Fällen nahezu ausgeschlossen. Eine Vernetzung des Jobcenters MYK mit dem Gesundheitssektor ist die logische Konsequenz, um den Bedürfnissen der Menschen im Langzeitarbeitslosenbezug gerecht zu werden.

 

Als Partner fand MYKnetz das Institut für Resilienz und Recovery (jetzt Eichenberg Institut), die Dr. von Ehrenwall`sche Klinik und die Beschäftigungsgesellschaften perspektive und komm-aktiv. Finanziell wird die erste Machbarkeitsstudie von der ARGE MYK, dem europäischen Sozialfond (ESF) sowie dem Landesministerium Arbeit, Soziales, Familie und Frauen gefördert. 

 

Das Interventionskonzept ist als modernes und zielorientiertes Steuerungs- und Maßnahmenprojekt für psychisch belastete und auffällige Erwerbsfähige und Erwerbstätige für das Klientel des Jobcenters entwickelt worden. Hierbei wurde erstmalig ein neues Paradigma der Sozial- und Gesundheitsforschung aufgegriffen, die klientenadaptierte Förderung individueller Resilienzentwicklung. Diese individuelle Förderung der Resilienzentwicklung mit dem sozialmedizinischen Ziel einer beruflichen Wiedereingliederung setzt eine individuelle Motivations-, Volitions- und Belastungsfähigkeitsanalyse voraus, um anschließend individuell coachend die individuelle Motivations- und Volitionsbasis der persönlichen Resilienzentwicklung gezielt fördern zu können. 

 

In diesem Ansatz ist gleichzeitig ein Steuerungsprojekt integriert, da konzeptbedingt nur ausreichend motivierbare Menschen in der Verwirklichung ihrer erwerbsbezogenen Wünsche und in der Stärkung ihrer hierfür benötigten Willenskraft coachend gefördert werden können. Dies betrifft gerade auch Menschen, die sich in einem negativen Kreislauf zwischen Arbeitslosigkeit, Armut und psychischen Gesundheitsstörungen befinden. Dieser Kreislauf führt überraschend schnell zur Demotivation und Willensschwäche in der versuchsweisen Anwendung den existierenden Hilfsangeboten gegenüber.

 

Das Konzept ist deshalb zur sektorenübergreifenden Kooperation im Gesundheitssystem, insbesondere im Case-Management-Ansatz, geeignet, weil die gemeinsame Handlungsweise aller Beteiligten eine bewusste, das Empowerment fördernde, motivationsbasierte, resilienzfördernde erwerbsrelevante Veränderungsstrategie ist. Hierdurch zeigt es einerseits eine inhaltliche Nähe zu internationalen „return-to-work-Konzepten“ und geht andererseits bereits über diese noch wenig wiedereingliederungstherapeutischen Konzepte hinaus.


Förderinstitutionen

Die Machbarkeitsanalyse wird vom Jobcenter MYK und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert sowie durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz.





Informationen zum Downloaden!

KlientenInfoFlyer_RZ.pdf

Infoflyer für Klienten